Bericht Stephan Tarifa

Tarifa ist als Surfspot in aller Munde und wer einmal den Spirit Tarifas erleben durfte, weiß genau, warum es jeden Surfer dorthin zieht.

Wie ich Anfang Januar feststellen konnte sind die Surfer nicht mehr allein in Tarifa vertreten, über den bunten Segeln auf dem Wasser tummeln sich seit dem Jahr 2000 immer mehr bunte Flugobjekte, auch Kites genannt. Aber bevor ich weiter Schwärme, wo liegt Tarifa eigentlich?

Tarifa ist der südlichste Punkt Kontinentaleuropas genau am Schnittpunkt zwischen der Westwind-Drift, der nördlichen Tiefdruckgebiete und der südlichen Passatwinde, wodurch sich die Wind und Wellenverhältnisse hier sehr schnell ändern. Durch die Meerenge von Gibraltar wird der Wind, welcher vom Mittelmeer auf den Atlantik weht noch zusätzlich beschleunigt. Dieser Wind bläst zu 42% des Jahres und wird von den Spaniern als Levante bezeichnet, was soviel wie Sonnenaufgang heißt, da er aus dem Osten kommt. Der Poniente bläst dann in den restlichen 58% der Windzeit vom Atlantic aufs Mittelmeer.

Die internationale Surfszene bestimmt in den lauen Nächten Tarifas fast das ganze Jahr das Straßenbild ( im Sommer mehr im Winter weniger).Braungebrannte kultige Typen und heiße Senjoritas treffen sich dann auf das ein oder andere Czerveza in den zahlreichen Cafes, Tapabars und Pubs der Stadt, um dann gegen Morgen, so ab 4.00 Uhr in, Discos wie dem Tanaka oder La Jaima weiter zu ziehen.

Als ich meinen ersten Urlaub 1994 in Tarifa verbrachte und mit den Eigenheiten der City noch nicht vertraut war, wunderte ich mich die ersten Tage wie es sein konnte, das morgens gegen 10/11 Uhr und 5-6 Bft noch kein Surfer auf dem Wasser war. Aber als ich dann bei meiner ersten Pubtour morgens um 6 Uhr mit ein paar netten Chikas aus dem Tanaka kam, um mit ihnen im Balneario in den Sonnenaufgang hinein zu feiern, war mir alles klar.

Hier könnte ich jetzt noch Endlos weiter machen, aber Irgend wie will ich ja euch den Reitz lassen euch ganz eigenes Tarifa zu Entdecken

Hang Loose Stephan

Noch ein paar Reviertips

. Die Bucht ist ca. 10 km lang und man hat fast an jedem Spot unterschiedlichste Bedingungen. Ich fang mal in Tarifa am Fußballstadion an. Bei Levante ( hier schräg ablandig ) finden alle die, welche ihre Finne zum glühen bringen wollen, eine absolute Speedpiste vor, die sich bis zum Spot "Landebahn" hin zieht. Für Kiter ist der Strandabschnitt, mit einer durchschnittlichen Breite von ca. 100 m zwischen dem Stadion und dem Hotel "Dos Mares", nahe zu perfekt. Um `ne coole Welle abzugreifen ist es ratsam am "Million", dem "Club Mistral", der "Düne" bzw. in Bolonia einzusetzen.

Bei Levante, sowie auch bei Poniente, es ist auch vom Swell abhängig. Am besten ist es, wenn Ihr morgens erst mal alle Spots abfahrt und die Lage checkt. Es hat schon öfter Fälle gegeben, wo es am einen Ende der Bucht hackt bis zum abwinken und am anderen konnte man Felderball spielen

Wenn ein extremer Levante in Tarifa das Wasser mit 9-11 Bft zum kochen bringt, dann gibt es nur noch eins: ab nach Caneos de Meca.Dort bläst der Wind dann meist mit 1-2 Bft schwächer als in Tarifa und es erwarten Euch an guten Tagen sogar überMast hohe Wellen!

Wenn Ihr euch auch verewigen wollt, dann bitte eine E-Mail an: info@freestylecamp.net